Barbarafeier der Bezirksgruppe Hambach
„Alles kommt vom Bergwerk her“ – eine Wahrheit, die sich vor dem Hintergrund aktueller Energiepolitik gerade wieder beweist. Seit über 200 Jahren ist der Braunkohlenbergbau wichtiger Bestandteil unserer Region, aus dem viele Techniker, Ingenieure und Führungskräfte im Ring Deutscher Bergingenieure e.V. organisiert sind.
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Zum Bergbau gehört Tradition, wobei die Barbarafeiern der Bezirksgruppen im Ring Deutscher Bergingenieure zum Gedenken an die Schutzpatronin der Bergleute den lebendigen Höhepunkt der Traditionspflege im Rheinischen Braunkohlenrevier darstellen. Gerade in diesen schwierigen und unsteten Zeiten stehen wir zusammen – geschlossen und mit der Gewissheit, dass wir als Bergbau und Energieversorger für unsere Gesellschaft schon immer da waren und immer noch essenziell für eine sichere Energieversorgung sind.
Unter dem Thema:
Wir sind immer noch da, um unsere Tradition weiterzuleben!
Wenn auch anders
Feierte die Bezirksgruppe Hambach mit rund 150 Kameraden, Kameradinnen und Gästen aus Politik und Wirtschaft am 02.12.2022 nach einer zweijährigen Corona-Pause ihre Feier zu Ehren der hl. Barbara.
Zur Einstimmung wurde schon um 16.30 Uhr an der Pfarrkirche St. Thomas von Canterbury zu einem Glühweinempfang mit musikalischer Begleitung eingeladen.
Im Anschluss ging es in einer kleinen Bergparade, angeführt von unserem Dudelsack spielenden Kameraden Stephan Collet und umrahmt von Fackelträgern der Freiwilligen Feuerwehr Niederzier, Löschgruppe Ellen, in den Festsaal ein.
Um 18.00 Uhr eröffnete Dipl.-Ing. Wilhelm Stock, Vorsitzender des RDB BV Rheinische Braunkohle und Vorsitzender des Bezirksgruppe Hambach die Feierlichkeiten. Nach einem gemeinsamen Lied erfolgte die Festansprache mit dem Revierbericht von Thomas Körber, der Leiter der Sparte Braunkohlentechnik.
Anschließend wurden im festlichen Rahmen unsere Jubilare für 35 Jahre im Bergbau geehrt. Ein Bühnenprogramm leitete zum Schichtwechsel über, in dem gemeinsam die traditionelle Hambacher Fassung des Steigerliedes gesungen wurde.
Im Anschluss gab es noch das ein oder andere Bier und viele gute Gespräche, bevor weit nach Mitternacht ein schönes Stück Tradition beendet wurde. Die Barbarafeier 2023 ist schon geplant…
Text / Bildmaterial: RDB Hambach
Frühling, Sonne, Wander- und Familientag
Unsere Wandergruppe am Rand der kleinen Lausitz
Am 12.06.2022 trafen sich über 60 RDB Kamerad:innen mit Familie und Freunden, um endlich nach einer langer Covid-19 Pause, wieder einmal gemeinschaftlich unser Vereinsleben und unseren kameradschaftlichen Zusammenhalt zu erleben und genießen.
Die Organisatoren hatten im Vorfeld ein vielseitiges Familienprogramm erarbeitet. Ihnen sei an dieser Stelle schon einmal von allen Teilnermer:innen gedankt.
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Die Gruppe traf pünktlich um 10.15 Uhr in der guten Stube des Tagebaus Hambach ein, um dann mit zwei bereitgestellten Bussen Richtung Sophienhöhe aufzubrechen. Ziel war es, ein neues beliebtes Ausflugsziel im Bereich der Hochfläche der Sophienhöhe zu erleben. Zwei erfahrene Wanderführer, Klaus-Jürgen Becker und Achim Steinhauer zeigten allen Interessierten die bewundernswerte Natur, die Rekultivierung (ein Vorzeigeobjekt für RWE Power) und die üppige Vegetation.
Die Organisatoren hatten bereits im Vorfeld allen Teilnehmer:innen mitgeteilt, dass es sich bei diesem Wandertag in erster Linie um einen Familientag handelt. Deshalb wurde die Tour auf die Sophienhöhe familienfreundlich gestaltet. Es wurden keine Kilometer gemacht, es wurden gemütlich rund zwei Stunden spaziert.

Erst aus der Vogelperspektive sieht man die volle Größe. Der Steinkompass auf der Sophienhöhe (1)
Im Anschluss ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt. Auf dem Gelände von Haus am See hatten unsere Festwirte Walter und Rudi Weber, vom Gasthof Wamig-Weber, in Niederzier-Ellen, das gesamte Areal in eine dem Wetter angepassten Biergartenatmosphäre verwandelt. Hierzu gilt dem kompletten Team von Wamig-Weber ein großes Dankeschön.

Was kann’s Schöneres geben? Biergartenatmosphäre nach einer gemütlichen Wanderung im Kreis der Hambacher RDB Familie
Nach kurzen Grußworten unseres Vorsitzenden Dipl.-Ing. Wilhelm Stock genossen alle bei sommerlichem Wetter, Musik und einigen „kühlen Blonden“ das leckere Buffet unserer Festwirte.
Am Abend waren sich alle Anwesenden, egal ob Gäste oder Organisatoren, einig: dass diese erste große Zusammenkunft nach einer langen Covid-19 Pause ein voller Erfolg war.
Stefan Kutschera, neues RDB Mitglied in der Bezirksgruppe Hambach war sichtlich erfreut und meinte:
„Ich bedanke mich vielmals für die herzliche Aufnahme in die Bezirksgruppe Hambach des Ringes Deutscher Bergingenieure, der heute einen wirklich tollen Wanderausflug organisiert hat! Beim Blick auf das vielfältige Jahresprogramm freue ich mich besonders auf das anstehende Oktoberfest und die legendäre Barbarafeier. Neben den abwechslungsreichen Veranstaltungen gefällt mir besonders der fachliche Austausch und die gute Stimmung innerhalb der Bezirksgruppe. Ich kann eine Mitgliedschaft insbesondere auch den jüngeren Kollegen sehr empfehlen“.
HEILIGS BLECHLE
Gruppenfoto zum Brauseminar Foto: B. Paternoga (RDB)
RDB-HAMBACHER PARTNERFAHRT INS SCHWABENLÄNDLE 2022
12.5.2022-15.5.2022
Am frühen Morgen des 12.Mai startete die diesjährige Partnerfahrt der Bezirksgruppe Hambach des RDB Richtung Schwaben. Weil Corona uns in den letzten 2 Jahren solche Fahrten verwehrt hatte, war das Interesse besonders groß und der Bus war voll besetzt. Viele Kameradinnen und Kameraden hatten sich schon seit Längerem nicht sehen können und so entwickelten sich sofort intensive Gespräche im Bus und eine kurzweilige Fahrt konnte pünktlich beginnen.
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Unser Busfahrer Michael kutschierte uns, gewohnt sicher und reibungslos, Richtung Süden, sodass wir unser Ziel, Ehingen/Donau sehr früh erreichten. Bereits gegen 13:30 Uhr konnten wir im 4 Sterne „BierKulturHotel Schwanen“ unsere Zimmer beziehen.
Wir standen nun am Anfang einer Erlebnisreise, von der am Ende alle sagen werden: Heiligs Blechle, war das schön.
Gleich zu Anfang schon einmal einen herzlichen Dank an die Organisatoren der Reise, Wolfgang Engels, den Hauptorganisator des Programms, der leider aus gesundheitlichen Gründen sehr kurzfristig passen musste, an Klaus Becker, der die Gruppe zusammenhielt und unermüdlich durchzählte, an Achim Steinhauer, der brav alle Rechnungen für uns beglich und an Willi Stock, der als Vorsitzender die Moderation übernahm.
Das pickepacke volle Programm begann am Nachmittag mit einem Stadtrundgang durch Ehingen. Weil unsere Gruppe mit 43 Teilnehmern recht groß war, wurden wir aufgeteilt und von 2 Stadtführern, Johannes Lang und Ulrich Köpf, mit interessanten Anekdoten und Informationen durch das beschauliche Ehingen geführt.
Diese zu den flächenmäßig größten Städte Baden-Württembergs gehörende Stadt hat eine wechselvolle Geschichte. Teil der Reformationskriege, schon mal österreichisch, napoleonisch, wechselnde Besitzer…
Heute sind die Industrieansiedelungen und die lange Brauereitradition die Basis eines gut geführten Stadthaushaltes. Besonders sticht hier die Mobilkranfertigung von Liebherr hervor, die viele Ehinger beschäftigt. Ursprünglich sollte die Besichtigung von Liebherr das Highlight dieser Tour werden, aber leider war coronabedingt keine Führung möglich. Aber - heiligs Blechle – die ausgewählten Alternativen passten!
Anschließend gab es noch etwas Freizeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, oder sich auf dem Zimmer auszuruhen.
Der erste Tag wurde abgerundet mit einer Grillparty, die leider wetterbedingt drinnen stattfinden musste. Die Getränke konnten wir selbst am Bierbrunnen zapfen - heiligs Blechle - war das lecker.
Nach ausgiebigem Frühstück bestiegen wir alle ausgeruht den Bus Richtung Hohenstein. Dort erwartete uns im ausgiebigen Mairegen Karin Rauscher, die Seniorchefin der Hofkäserei Rauscher mit einführenden Worten, die im Bus durchgeführt wurden. Es handelt sich hierbei um einen Biolandwirtschaftsbetrieb, der überwiegend Rohmilchkäse produziert und dazu sowohl Wasserbüffel, als auch „gewöhnliche Rindviecher“ hält. Wir wurden Zeuge, wie die Herde recht lautstark vom Stall auf die Weide galoppierte.
Der Juniorchef, Helmut Rauscher, brachte uns in der Scheune auf sehr unterhaltsame Weise die Zusammenhänge der Biolandwirtschaft und der entsprechenden Käserei nahe. Unterstützt wurde er dabei vom Hofhund, der unermüdlich, trotz Dauerregen, einen kaputten Ball apportierte.
Die anschließende Käsevesper mit den Erläuterungen zu den einzelnen Produkten führte nun wieder Karin Rauscher durch. Während wir die Plätze einnahmen, unterhielten uns Karin und ihr Gatte mit einem Vortrag auf dem Alphorn. Wir verließen den Hof zufrieden und gesättigt.
Zum Abschluss des 2. Tages erwartete uns im Hotel ab 16:30 ein 5-stündiges Brauseminar, bei dem über die gesamte Zeit Bier vor unseren Augen gebraut wurde. Wir konnten den kompletten Brauprozess live verfolgen, von der Schüttung, über das Maischen, das Läutern, das Würzekochen, Würzeklärung, bis zur Gärung, die wir naturgemäß nicht bis zum Ende verfolgen konnten. Dazu mussten wir für die Verköstigung auf bereits fertige Produkte zurückgreifen. Da wir im Laufe der Veranstaltung großes Vertrauen in den Moderator der Biershow, den Diplom-Braumeister Michael Miller, aufbauen konnten, stellte das kein besonderes Problem für uns dar. Währen des Brauvorgangs wurde ein 5 Gänge Menu gereicht, das auch allgemeine Zustimmung fand. Nach dem letzten Gang gab es noch ein Bierschnäpsle zur Abrundung. Als Dank für unsere Aufmerksamkeit überreichte Michael Miller jedem Teilnehmer ein persönliches Braukenner-Diplom. Somit sind wir nun alle zertifizierte Braukenner getreu dem Motto: Durst wird durch Bier erst schön! Dem ist nichts hinzuzufügen, außer: - heiligs Blechle - war das lecker.
Der Samstag begann nach dem Frühstück mit der Busfahrt nach Münsingen. Das Wetter hatte sich mittlerweile der allgemeinen Stimmung angepasst und es erwartete uns ein sonniger Tag.
Wir erreichten das „Albgut“, eine 1895 gegründete Kasernenanlage, die im Lauf der Zeit eine wechselvolle Geschichte erlebte und sich vom „alten Lager“ zu einem Sehnsuchtsort mitten im Biosphärengebiet Schwäbische Alb entwickelt hat. Mittlerweile befinden sich auf dem weitläufigen Gelände zahlreiche, kleingewerbliche Manufakturen, Ateliers, Gastronomiebetriebe, Antiquare und vermietbare Veranstaltungsräume für alle Anlässe.
Der heutige Besitzer der Anlage, Franz Tress, hat das Areal 2015 erworben und seither stetig umgebaut und perfektioniert. Es befindet sich auf dem Gelände auch ein Ableger seines Unternehmens, der 1969 gegründeten Tress Nudelmanufaktur mit gläserner Produktion und Nudelmuseum, in dem historische Nudelmaschinen ausgestellt sind.
Hier wurden wir empfangen von Elisabeth Hohloch. Sie brachte uns die Geschichte und die Vorgehensweise der Firma Tress näher.
Auf zahlreichen RDB Exkursionen habe ich schon viele Werksbesichtigungen mitgemacht, jedoch Frau Hohloch wird mir stets in Erinnerung bleiben. Die Art und Weise ihrer Präsentation sucht ihresgleichen. Es war eine äußerst intensive und authentische Präsentation, dass man nicht umhin kommt, zu sagen: Heiligs Blechle, diese Frau liebt, ja sie lebt die Nudel!
Das Unternehmen Tress hat heute ca 100 Mitarbeiter und schlägt täglich 280.000 Eier auf für die Produktion. Es wird keine Eiermasse aus Tankwagen verwendet.
Die anschließende Verköstigung, selbstredend mit einem Nudelgericht, fand bei den Teilnehmern großen Anklang.
Nach dem Mittagessen ging es weiter nach Blaubeuren. Dort war für uns eine 1-stündige Panoramafahrt mit dem Blautopfbähnle organisiert. Wir fuhren rund um den Ort Blaubeuren und genossen die Aussicht über das Tal der Blau, die aus der Karstquelle des Blautopfs gespeist wird. Der Blautopf, mit seiner historischen Wassermühle, ist das touristische Highlight des Ortes Blaubeuren und Anlass vieler Geschichten rund um die Schöne Lau, von der der schwäbische Dichter Eduard Mörike im Märchen „Das Stuttgarter Hutzelmännlein“ erzählt. Nach der Fahrt blieb noch ausreichend Zeit, den Ort zu besichtigen, bevor der Bus wieder zurück zum Hotel nach Ehingen fuhr.
Diesen recht ereignisreichen Abschlusstag rundete das Abendessen, ein 3 Gänge Menu mit korrespondierenden Bieren ab, schließlich waren wir 3 Tage in einem BierKulturHotel untergebracht.
Nach dem Dessert wurde noch ein Bergmannsschnaps gereicht und gemeinsam das Steigerlied gesungen. Diese Tradition darf auf keiner RDB Tour fehlen.
Nach dem letzten Frühstück fuhr der Bus pünktlich um 9:00 Uhr heimwärts. Kurz bevor wir um 15:00 Uhr nach einer stressfreien Fahrt wieder den Tagebau Hambach erreichten, ging so manch einem von uns der Satz durch den Kopf:
HEILIGS BLECHLE, WAR DES A SCHEENE TOUR!
Nochmals vielen Dank an den Busfahrer Michael und an alle Organisatoren im Vorder- und im Hintergrund
100 Jahre Maigesellschaft Oberzier
Der Bergbau geht – Der Kumpel bleibt.
Der Bergbau zeigte Flagge und war dabei
Der Tagebau Hambach und der Bergbau lebt von der Akzeptanz seiner umgebenden Gemeinden und ist ein fester Bestandteil unserer Geschichte und der Region. Am Sonntag, dem 22.05.2022, zeigte der Ring Deutscher Bergingenieure (RDB), dass auch trotz Braunkohleausstieg die Bergleute im Revier immer noch da, zahlreich und aktiv sind.
Als die Anfrage kam, am großen Festumzug der Maigesellschaft Oberzier zu ihrem 100-jährigen Jubiläum teilzunehmen, sagte der RDB spontan zu.
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So bildeten rund 30 Bergleute eine eigene Gruppe im Festzug. Unterstützung für die Gruppe bekamen die „Braunköhler“ von den Kameraden Bergmännischen Traditionsvereins für Stein- und Braunkohle „Glück Auf“ Aldenhoven 1992 e.V. und musikalisch vom Spielmannszug Grün-Weiß Neu Lohn.

Foto oben: Unsere Teilnahme am Umzug.
„Bei diesem Jubiläumsumzug mitzumarschieren ist für mich etwas ganz Besonderes. Die Traditionen sind quicklebendig und man spürt die tiefe Verbundenheit untereinander und mit der Region“, erzählt Robert Engelmann (Vermessungstechniker, RWE Power)

Die RDB Bezirksgruppe Hambach im Schulterschluss mit dem Bergmännischen Traditionsverein für Stein- und Braunkohle, Aldenhoven.
Zahlreiche Zuschauer verfolgten an der Strecke den eindrucksvollen Festzug. „Die Zustimmung und der Applaus von den Zuschauern zeigte eindrucksvoll, wie tief die Braunkohle und die Kolleginnen und Kollegen vor Ort in der Region verwurzelt sind!“, so Wilhelm Stock, Vorsitzender der Bezirksgruppe Hambach und des Bezirksvereins Rheinische Braunkohle im Ring Deutscher Bergingenieure.