Musik, Sport, Spiel und Ehrungen bei traditioneller Barbarafeier
Auch in 2008 hat die Bezirksgruppe Hambach mit einer abwechslungsreichen Barbarafeier aufgewartet.
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Nach der feierlichen Festmesse zur Barbarafeier unter Mitwirkung von Pfarrer Müller, dem Hambachchor unter Leitung von Stefan Witt, dem Blockflötenspielkreis Horrem - Sindorf unter Leitung von Norbert Trierweiler und unserem RDB Kameraden Peter Weber (Solotrompete) fanden sich rund 170 Kameradinnen und Kameraden in der guten Stube der Bezirksgruppe Hambach, im festlich geschmückten Saal des Lokals Wamig-Weber in Niederzier-Ellen ein.
Entgegen aller bisherigen Barbarafeieren überraschte der RDB-Fackelträger, Franz-Josef Heinen, alle Gäste des Abends. Er brachte dem Vorsitzenden der Bezirksgruppe Hambach, Willi Stock, schon vor der offiziellen Begrüßung das olympische Feuer in einer Bergmannslampe.
In seinen kurzen Grußworten wünschte er allen Bergleuten, dass dieses Licht voRWEg leuchtet, und der anders denkenden Bevölkerung die Erkenntnis geben sollte, dass der Strom nicht aus der Steckdose kommt, sondern von traditionsbewussten Bergleuten, gemeinsam mit deren Kraftwerkskollegen in harter Arbeit gewonnen und erzeugt wird.
Anschließend begrüßte unser Vorsitzender Willi Stock alle anwesenden Gäste. Besonders wurden Pfarrer Müller, Herr Effertz von der Gemeinde Elsdorf, die ehemaligen Direktoren des Tagebaus, unser Vorstand Herr Hartung, die Vertreter der Kraftwerke, unser Tagebaudirektor mit seinen Abteilungsleitern, Herr Dr. Lars Kulik und die Vertreter des Gesundheitszentrums in seiner Begrüßung hervorgehoben.
Ganz besonders wurden unsere RDB - Kameraden Frank Schroeckh und Henning Möbius aus dem Lausitzer Braunkohlerevier von allen Anwesenden begrüßt.
Anschließend wurden von Herrn Hans-Joachim Bertrams, Leiter Tagebau Hambach, die Grußworte der Betriebsleitung übermittelt.
Nach einer musikalischen Einlage des Hambachchors wurden Grußworte des Vorstandes durch unseren Vorstand, Herrn Matthias Hartung, übermittelt.
Nun stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm. Wenn wir schon einmal einen Vorstand unter unseren Gästen wissen, sollte auch die Jubilarehrung in angemessenem Rahmen durchgeführt werden.
Die RDB Kameraden Jürgen Bauer, Wolf Dierke, Lorenz Hecker, Hans-Joachim Perleberg und Berthold Stöckl wurden von unseren Vorstand, Herrn Matthias Hartung, mit dem Ehrenhäckel des Rings Deutscher Bergingenieure (RDB) für 35 Jahre Bergbauzugehörigkeit ausgezeichnet.
In seiner Laudatio fand Herr Hartung die richtigen Worte zur Tradition und deren wichtige Bedeutung in der heutigen, schnelllebigen Zeit. Die Bankenkrise, die er als Ergebnis einer Söldnermentalität bezeichnete, sei ein krasses Gegenbeispiel zur soliden, traditionsbewussten und ehrbaren Arbeit der Bergleute.
(Anmerkung des Verfassers: Herr Hartung, vielen Dank !)
Hambach sportlich voRWEg ? - vonwegen !Unser Hambachchor eröffnete mit dem mittlerweile als Klassiker zu bezeichnenden Eröffnungslied, welches jedes Jahr durch Stefan Witt einen neuen, aktuellen Text bekommt, den munteren Thementeil der diesjährigen Barbarafeier."Power Dino", mittlerweile Tradition !Nach einem Jahr Abstinenz konnte und wollte unser Spartenleiter noch einmal auf die Hambacher Bühne um zu aktuellen Themen (nicht nur aus der Hambach-Welt) Stellung zu nehmen.Hambach sportlich voRWEg. Auf seine eigene Art zählte er Beispiele auf, wie man(n) in Hambach versucht, mit diesem Thema umzugehen. Dies war wieder mal nicht nur ein einfacher Vortrag, so kennen wir mittlerweile unseren Spartenleiter, wenn er zur Höchstform aufläuft. Eine multimediale Show wurde allen Gästen unserer Barbarafeier präsentiert.
Anmerkung der Verfassers:Auch in diesem Jahr lässt sich wieder mit einfachen Worten sagen: Tradition ist keine Pflicht - aber schön, dass wir sie (er)leben !!
Herr Dr. Gärtner, vielen Dank - und hoffentlich bis zum nächsten Jahr, wir Hambacher freuen uns.
Die Organisatoren hatten auf der Bühne ein Telespiel aufgebaut. Zwei sportliche Ereignisse wurden per Zufallsgenerator ausgesucht. Zwei Beispiele - für unseren Tagebauleiter punktete seine Sekretärin, Mechtilde Winters, in einem rasanten Ski - Abfahrtslauf im Riesenslalom. Herr Dr. Eichholz gab als Torwart im Kopfballtraining für Herrn Hempel ebenfalls eine gute Figur ab.
Foto links, das Betriebsleitungsteam während der FragerundeFoto rechts, sportliche HöchstleistungFoto: R. Hempel (RDB)
Ein Dank des Organisatorenteams allen beteiligten Ratern und Sportlern.Zu den Klängen der Combo der RWE Power AG und mit der Unterstützung aller Besucher der diesjährigen Barbarafeier wurde das Steigerlied gesungen. Wie schon in den Vorjahren, ließ es sich unser Tagebauleiter Hans-Joachim Bertrams nicht nehmen, zum Schluss ebenfalls Dankesworte an alle Beteiligten, aber auch an die Organisatoren und Helfer auf und hinter der Bühne zu richten.Selbstverständlich war der Abend auch noch lange genug für viele kameradschaftliche Gespräche.
Cuxhavenfahrt 2008 - Bergleute aus dem Rheinland zu Gast bei Freunden !
Mehrtägige Fahrt mit Partner.
Auf Einladung unserer Freunde vom Lotsenchor Cuxhaven machten wir uns in den frühen Morgenstunden des 23.05.2008 mit 56 Personen auf die Reise an die schöne Nordseeküste. Cuxhaven ist eine große selbständige Stadt und Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Niedersachsen. Die Stadt liegt an der Mündung der Elbe in die Nordsee und hat rund 52.000 Einwohner. Cuxhaven hat einen wichtigen Fischereihafen und eine Schiffsmeldestation für Hamburg sowie den Nord-Ostsee-Kanal. Die Stadt gehörte bis 1937 zu Hamburg. Nordwestlich vor Cuxhaven in der Nordsee liegt die (wieder) zu Hamburg gehörende Insel Neuwerk. Das Wahrzeichen Cuxhavens ist die Kugelbake. Das hölzerne Seezeichen markiert an der Elbmündung den Übergang von der Unter- zur Außenelbe und damit die Grenze für die Binnenschifffahrt.
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Unsere Fahrt führte uns aber zunächst nach Bremerhaven, wo wir auf Einladung der Lloyd-Werft die Werft besichtigen konnten. Herr May von der Betriebsleitung der Werft begrüßte unsere Gruppe und startete anschließend mit uns den Rundgang. Unsere Gruppe hatte Glück, auf dem Trockendock konnten wir das Forschungsschiff "Polarstern" aus der Nähe betrachten.
Die Polarstern wird vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven betrieben. Neben der Erforschung der Polarmeere dient sie auch der Versorgung der permanent besetzten Forschungseinrichtungen in der Arktis (Koldewey-Station) und Antarktis (Neumayer-Station II). Als doppelwandiger Eisbrecher kann sie bis Temperaturen von ?50 °C eingesetzt werden. Mit den vier Motoren mit einer Gesamtleistung von 20.000 PS können bis zu 1,5 m dicke Eisschollen mit einer Geschwindigkeit von ca. 5 Knoten durchfahren werden. Dickeres Eis kann auf Grund der massiven Stahlpanzerung durch Rammen gebrochen werden.
Nach diesen interessanten Eindrücken setzten wir unsere Fahrt Richtung Cuxhaven fort. Das Hotel Wernerwald in Cuxhaven - Sahlenburg sollte für die kommenden Tage unser Quartier sein. Nachdem alle ihre Zimmer bezogen hatten, nutzen viele das schöne Sommerwetter aus, um den Strand zu erkunden. Einige machten es sich, bevor es zum großen Kameradschaftsabend mit unseren Freunden vom Lotsenchor überging, auf der Sonnenterasse bequem.
Auch Seemannslieder laden zum schunkeln einDann war es soweit, der erste gemeinsame Abend im Hotel konnte starten. Ein reichhaltiges Büffet erwartete uns. Aber nicht nur das, witzige Einlagen und kräftiger Chorgesang rundeten diesen gemeinsamen Abend ab. Lieder von der Waterkant und bergmännisches Liedgut schallten weit über die Nordseeküste. Einige aus unserer Reisegruppe, die Auswahl wurde ohne Vorwarnung von den Lotsen getroffen, wurden im Laufe des Abends der berüchtigten "Neptuntaufe" unterzogen. Eine Riesengaudi für alle anderen Teilnehmer. Bis spät in die Nacht wurde gesungen, geschunkelt und geklönt.
Der zweite Tag
Ob wir trocken zur Insel kommen ? Auf dem Programm stand zunächst eine Kutschfahrt zur Insel Neuwerk. Durch einen technischen Defekt an einer Kutsche konnten leider nicht alle mit zur Insel fahren. An dieser Stelle muss man die Reiseleitung unserer Bezirksgruppe einmal lobend erwähnen. Innerhalb kürzester Zeit wurde unter Mithilfe der Lotsen ein Alternativprogramm für die verbleibenden 8 Teilnehmer aus dem Hut gezaubert. Während der größte Teil sich gegen 7.30 Uhr auf die Reise zur Insel aufmachte, wurde die kleinere Gruppe am Hotel abgeholt und besuchte die Schiffsmeldestation an der Elbe. Beeindruckend war hier, dass man uns im laufenden Betrieb einen Einblick in diese Arbeit gab. Zur Zeit unseres Aufenthaltes war reger Schiffsbetrieb auf der Elbe. Trotzdem wurden alle unsere Fragen beantwortet und die einzelnen Arbeitsabläufe erklärt.
Die Inselfahrer waren zwischenzeitlich auf Neuwerk angekommen und besuchten den Leuchtturm, um den Eiergrog zu probieren, der uns wärmstens empfohlen wurde. Nach gut 1,5 Std. Aufenthalt traten die Wattfahrer wieder die Heimfahrt an. Für die Alternativgruppe stand noch eine Schifffahrt zu den Seehundbänken an. Mittags war die Gruppe dann wieder zusammen und wir machten uns auf, um das Marinemuseum "Aernonauticum" zu besichtigen. Hier wurden wir von der wissenschaftlichen Leiterin, Frau Dörfer, empfangen. In der Haupthalle leitete sie uns durch Abteilung Luftschifffahrt mit dem Thema "Fliegen leichter als Luft". Auf der Galerie bzw. Empore wurde uns alles zu "See- und Marineflieger" erklärt. Ergänzt wird die Abteilung See- und Marineflieger durch Original-Luftfahrzeuge im Außengelände, die nach 1945 bei den Marinefliegern der BRD und ehemaligen DDR im Einsatz waren.
Die Sammlung besteht aus 17 Flugzeugen und Hubschraubern, darunter eine Breguet BR 1150 Atlantic vom Marinefliegergeschwader 3 in Nordholz und zwei Panavia MRCA Tornados vom ehemaligen Marinefliegergeschwader 2 in Tarp/Eggebeck. Außerdem konnten wir eine VFW 614 besichtigen, die auch für Trauungen zur Verfügung steht. Die VFW 614 ist als Passagierflugzeug ein mit zwei Strahltriebwerken ausgerüsteter Tiefdecker. Sie war das erste in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Flugzeug, welches auch im Linienbetrieb eingesetzt wurde.
Anschließend ging es weiter zum Hof von Bauer Allers. Hier endete der zweite Tag bei einer gemütlichen Spanferkelrunde.
Der letzte Tag
Am Sonntag, 25.05.2008 machten wir uns dann auf die Heimreise. Doch die Organisatoren hatten noch einen Zwischenstop in Bremen eingeplant. So hatten alle Teilnehmer noch gut 3 Stunden Zeit, diese schöne Stadt zu erkunden, bevor es dann endgültig Richtung Tagebau Hambach ging.
Resüme: Wir freuen uns auf einen weiteren Besuch vom Lotsenchor Cuxhaven, hier bei uns im schönen Rheinland.
Schaufelradbagger geht zum Bundesministerium für Bildung und Forschung nach Berlin
Mitgliederversammlung der Bezirksgruppe Hambach, im Ring Deutscher Bergingenieure (RDB)
Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung am 28. Februar 2008 im Kasino Niederzier haben die Mitglieder der Bezirksgruppe Hambach Herrn Dipl. Ing. Wilhelm Stock erneut zum 1. Vorsitzenden der Bezirksgruppe Hambach gewählt. Mit Wolfgang Engels als Geschäftsführer bleibt ein bewährtes Team an der Spitze der 270 Mitglieder starken Bezirksgruppe. In seinem Geschäftsbericht ging Willi Stock u.a. auf die vielen Aktivitäten der letzten Jahre zurück. Weiterbildungsmaßnahmen, Studienfahrten, Betriebserfahrungsaustausch, Tagesausflüge sowie die Barbarafeiern waren nur Auszüge, die aus den Jahresprogrammen der letzten drei Jahre hervorgehoben wurden.
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Im Anschluss sprach der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel MdB, zum Thema "Neue Technologien - Eine Chance für die Braunkohle". Energie müsse künftig effizienter genutzt werden. Rachel: "Eine der zentralen Herausforderungen ist es, konventionelle Kraftwerke effizienter zu machen und ihre Emissionen zu reduzieren." Die Bundesregierung unterstütze hier massiv die Bemühungen, den Wirkungsgrad der Kraftwerke deutlich zu erhöhen, berichtete der Parlamentarische Staatssekretär der Bundesregierung. Daneben gelte es die Möglichkeiten der CO²-Abscheidung und Lagerung zu untersuchen. Mit dem "Integrierten Energie- und Klimaprogramm" der Bundesregierung wird dieser Weg zu einem CO²-armen Kraftwerk mit ausgeprägten Forschungsanstrengungen unterstützt, um das CO² aus Kraftwerksprozessen dauerhaft der Atmosphäre zu entziehen. Für einen großtechnischen Einsatz der CCS-Technologie fehle es noch an verlässlichen Daten, insbesondere bezüglich der langfristig sicheren Speicherung des Treibhausgases im Untergrund. Die Entwicklung solcher neuartigen Technologien könne auch für die Schwellenländer wie China und Indien, die ihre Kohlevorkommen verstärkt nutzen wollen, wichtig werden. Der Beitrag neuerer Technologien für den globalen Klimaschutz müßte untersucht und weiterentwickelt werden, betonte der Bundestagsabgeordnete des Kreises Düren Thomas Rachel.
Im Anschluss erfreuten sich alle Teilnehmer über eine rege Diskussion mit dem Politiker. Positive Eindrücke, aber auch Anregungen, Meinungen und Ängste der Menschen aus dem Braunkohlenbergbau nimmt Herr Rachel mit nach Berlin.