04.12.2015 19:15

Stefan Witt, Hambacher Urgestein, zum „Ehrenchorleiter auf Lebenszeit“ ernannt

Dipl-Ing. Wilhelm Stock (links) und Stefan Witt, Ehrenchorleiter (rechts) Foto: Klaus Becker (RDB)


Im Rahmen der Barbarafeier am 04.12.2015 konnte der Vorsitzende der Bezirksgruppe Hambach eine ganz besondere und bisher einmalige Ehrung vollziehen. Der Gründer und langjährige Chorleiter des „Hambach-Chores“ wurde zum Ehrenchorleiter ernannt. Diese Auszeichnung erfolgte in Anerkennung seiner herausragenden Verdienste als Gründer und Chorleiter vom „Hambach-Chor“ in den Jahren 1980 bis 2013.

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Der Vorsitzende Dipl.-Ing. Wilhelm Stock ging bei der Verleihung im Alten- und Pflegeheim St. Augustinus, Frechen-Königsdorf nochmals auf die wichtigsten Ereignisse dieser langen Zeitspanne ein. Er betonte die immense musikalische und kulturelle Leistung, die Stefan Witt für den RDB in Hambach, aber auch für den Bezirksverein Rheinische Braunkohle erbracht hat.

Gleichzeitig hob er die große Professionalität und die hohen Qualitätsansprüche von Stefan Witt hervor, die den „Hambach-Chor“ immer zu neuen Höchstleistungen motiviert hätten. Diese Leistungen seien nicht zuletzt auch den bergmännischen Tugenden geschuldet, die Stefan Witt verkörpert und die das Miteinander mit ihm zu einem Erlebnis machen.


Eine weitere Ehrung folgte. Horst Mitzkat „erster“ Ehrenvorsitzender

Wenn man Traditionspflege erfolgreich weiterführen möchte, muss neben einer intakten Kameradschaft vor allem das Umfeld stimmen. Mit diesem Credo nahm der Vorsitzende Dipl.-Ing. Wilhelm Stock im Laufe der Barbarafeier eine weitere Ehrung vor. Für sein großes Engagement im RDB auch über die Grenzen des Rheinlandes hinaus sowie jahrelanger Vorstandsarbeit wurde unser ehemaliger Vorsitzender, Kamerad Horst Mitzkat, zum ersten Ehrenvorsitzenden der Bezirksgruppe Hambach ernannt.

Alle anwesenden Gäste würdigten mit stehenden Ovationen diese Ernennung. „Er ist ebenfalls ein Urgestein im Ring Deutscher Bergingenieure und hat mit seinem Engagement und seiner brillanten Vereinsführung als ehemaliger Vorsitzender den Grundstock für unsere heutige Arbeit gelegt“. So Dipl- Ing. Wilhelm Stock.

Dipl.-Ing. Wilhelm Stock (links) und Horst Mitzkat, erster Ehrenvorsitzender der BG Hambach (rechts)

Tags: chor
04.12.2015 19:26

35 Jahre Bezirksgruppe Hambach, die Jubiläumsbarbarafeier

v.l.n.r. Frank Schroeckh, Bürgermeister Hermann Heuser, Tagebauleiter Thomas Körber und Hans-Joachim Bertrams beim Glühweinkonzert


Auch zur 36. Barbarafeier zeigte sich die "Mannschaft" der Bezirksgruppe Hambach, im Ring Deutscher Bergingenieure gut vorbereitet, als sie am 04. Dezember 2015 wieder in das Lokal Wamig - Weber in Ellen zur traditionellen Barbarafeier eingeladen hatte.

Ab 16.30 Uhr präsentierte die Bezirksgrupp bergmännische und adventliche Musik mit dem Blechblasensemble „Musica Villa Duria“ aus Niederzier auf dem Kirchplatz, zu der Glühwein gereicht wurde.

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Anschließend wurde eine gemeinsame Festmesse gehalten, deren Liturgie - auch das hat Tradition - maßgeblich von dem „Blockflötenspielkreises Horrem Sindorf“ und dem „Hambachchor“ gestaltet wurde.

Nach der Festmesse zogen alle Gäste, begleitet von Fackelträgern der Freiwilligen Feuerwehr Niederzier, Löschgruppe Ellen unter der musikalischen Begleitung der Ellbachklänge aus Niederzier in den festlich geschmückten Saal ein. Erstmalig ging unser Vorsitzender, Dipl.- Ing. Wilhelm Stock mit der erst wenige Tage vorher geweihten „RDB Standarte“ dem Festzug voraus.

Kleine Hambacher Bergparade. Dip.- Ing. Wilhelm Stock mit der neuen RDB Standarte


Dann war es soweit, rund 170 Bergkameradinnen, Bergkameraden, Gäste und Ehrengäste waren er Einladung gefolgt. Alle wurden durch den 1. Vorsitzenden, Dipl.- Ing. Wilhelm Stock, mit einem Bergmannsschnaps begrüßt. Für die musikalische Unterhaltung an diesem Abend sorgte Bruno Stracke & Band und unser Hambachchor unter der Leitung von Björn Zollinger.

In seiner Begrüßungsrede war unser Vorsitzender ganz erfreut, die ehemaligen Betriebsdirektoren Herrn Schulz, Herrn Dr. Gärtner, Herrn Bertrams sowie unseren heutigen Chef, Herrn Thomas Körber begrüßen zu dürfen.

Vertreter der umliegenden Komunen, der Kraftwerke sowie Herr Pastor Martin Trautner, waren ebenso herzlich in die Begrüßung eingebunden.

Ganz besonders wurden der Geschäftsführer des RDB BV Rheinische Braunkohle Robert Engels sowie unsere RDB-Kameraden Frank Schroeckh und Ralf Agricola aus dem Lausitzer Braunkohlerevier und Dr. Stephan Uhlemann und Rayk Bauer aus dem Mitteldeutschen Braunkohlerevier von allen Anwesenden begrüßt. Nach einer musikalischen Einlage blickte Herr Körber in seinem Grußwort der Betriebsleitung auf das vergangene Jahr zurück.

Ein mittlerweile traditioneller Höhepunkt der Hambacher Barbarafeier ist es, verdiente RDB-Kameraden auszuzeichnen. In diesem Jahr wurde unser RDB Kameraden Detlev Bräuer, Guido Adolffs, Klaus Becker, Ines Dantz, Norbert Dickmeis, Georg Gotzens, Joachim Helten, Gerhard Pohle, Lambert Schmitz, Theo Schulz und Norbert Weiler für ihre 35 jährige Arbeit im Bergbau durch den 1. Vorsitzenden unserer Bezirksgruppe mit dem Ehrenhäckel des Rings Deutscher Bergingenieure (RDB) ausgezeichnet.

Nachdem von allen Teilnehmern das Hambach Lied gesungen wurde, betraten unser 1. Vorsitzender Dipl.- Ing. Wilhelm Stock und Albert Dingler die Bühne. Es folgte der Festvortrag zum Jubiläum „35 Jahre Bezirksgruppe Hambach“. Ein Zwiegespräch, welches die letzten 35 Jahre Revue passieren ließ. Zwei Kameraden, die in ihrer bekannten Weise und mit viel Wortwitz die ersten Lachsalven in den Saal brachten.

Festvortrag 35 Jahre BG Hambach. Dipl.- Ing. Wilhelm Stock (links) und Albert Dingler (rechts)


Nach einem weiteren Lied von unserem Hambach Chor lud Wolfgang Engels, Geschäftsführer der BG Hambach, den ehemaligen Spartenleiter Dr, Dieter Gärtner – besser bekannt als Dino aus der Dino Show – auf ein Kölsch ein. Aus einem geplanten Interview wurde kurzerhand ein weiteres Zwiegespräch auf der Hambacher Bühne präsentiert. "Power Dino", der Name ist Programm. In einem multimedialen Vortrag gingen beide Redner; Dr. Gärtner zwischenzeitig zur Höchstform aufgelaufen;, zu Themen rund um den Tagebau Hambach ein.

Auf ein Kölsch, Dr. Dieter Gärtner (links) und Wolfgang Engels (rechts)


Jetzt wurde sie endlich in die Tat umgesetzt, Gruppendynamik. Die Abteilungen des Tagebaus Hambach, vertreten durch die Herren Dr. Oppenberg und Gau, unterstützt von vielen kleinen Helfern im Hintergrund, boten unseren Gästen einen sehr schönen, zweigeteilten Vortrag. Umrahmt von einer Vielzahl von eingespielten Videoclips gingen sie auf aktuelle Themen des Tagebaus Hambach ein.

Abraumjäger – Dr. Hermann Oppenberg


Auch hier ergeht der Dank des Veranstalters an alle Abteilungen des Tagebaus Hambach, die trotz enger Termine, massivem Zeitaufwand für Aktivisten und Tagebaugegner die Zeit gefunden haben, Tradition aufrecht zu erhalten.

Bevor zu den Klängen von Bruno Stracke & Band sowie mit der Unterstützung aller Besucher das Steigerlied gesungen wurde, ermöglichten die Organisatoren des Abends eine Videoschaltung zu Stefan Witt in das Altenzentrum St. Augustinus in Frechen. Stefan Witt wurde kurz vor der Barbarafeier zum „Ehrenchorleiter“ ernannt. Gleichzeitig wurde unser Kamerad Horst Mitzkat durch Dipl.- Ing. Wilhelm Stock zum Ehrenvorsitzenden unserer Bezirksgruppe berufen.

Bei vielen guten Gesprächen und dem einen oder anderen Getränk ging ein toller Abend zu Ende.

09.01.2015 19:32

Ring Deutscher Bergingenieure unterstützt Mitarbeiter-Stiftung des Tagebaus Hambach

v.l.n.r. Dipl.-Ing.Wilhelm Stock (Vorsitzender RDB BG Hambach), Paul Perlick, Detlev Klausmann, Heinz Schaberger und Albert Dingler (alle Kabarettgruppe Zugabe)


RDB Bezirksgruppe aus dem Tagebau Hambach übergibt Scheck in Höhe von 1000,- € an Mitarbeiterstiftung

Niederzier – Mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro unterstützt die Bezirksgruppe Hambach, im Ring Deutscher Bergingenieure (RDB) die Tagebau-Hambach-Mitarbeiter-Stiftung.Der Vorsitzende der Bezirksgruppe Hambach, Dipl.-Ing. Wilhelm Stock überreichte am 05.02.2015. im Beisein von Albert Dingler (Kabarettgruppe Zugabe) den Scheck an den Niederzierer Bürgermeister Hermann Heuser und Tagebauleiter Thomas Körber.

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Der Betrag war durch die erste Benefizveranstaltung der RDB-Bezirksgruppe Hambach zusammengekommen. Der RDB konnte die Bergheimer Kabarettgruppe „Zugabe“ zu einer öffentlichen Probe gewinnen. Die vier Kabarettisten hatten spontan zugesagt und kostenlos ihr 5. Programm vorgestellt. Die Besucher spendeten ein Eintrittsgeld zugunsten der Mitarbeiter-Stiftung.

v.l.n.r. Dipl.-Ingenieur Wilhelm Stock (Vorsitzender RDB BG Hambach), Thomas Körber (Leiter Tagebau Hambach) Bürgermeister Hermann Heuser, Albert Dingler (Kabarettgruppe Zugabe)

Bereits im Jahre 1993 brachten Mitarbeiter des Tagebaus das Preisgeld aus einem Sicherheitswettbewerb in eine gemeinnützige Stiftung ein und gründeten damit die Hambach-Stiftung. Die Stiftung unterstützt Bürger der Nachbargemeinde Niederzier und Mitarbeiter des Tagebaus, die unverschuldet in Not geraten sind.

​Auch die Spende der RDB Bezirksgruppe Hambach wird für diesen Zweck verwendet.

Tags: spende
09.05.2015 19:36

Ins Werrarevier

Radlader mit bis zu 35 m³ Schaufelvolumen


Betriebserfahrungsaustausch RDB BV Rheinische Braunkohle, BG Hambach, vom 6. bis 9. Mai 2015

Die diesjährige Exkursion führte die RDB- Bezirksgruppe des Tagebaus Hambach in das Zentrum des deutschen Kalibergbaus ins  Werrarevier. Nachdem wir unser Quartier in Eisenach bezogen hatten, stand für den Abend noch die Besichtigung der Predigerkirche auf dem Programm. In diesem ehemaligen Dominikanerkloster aus dem 13 Jhd.  ist das thüringische Museum untergebracht. Schwerpunkt der Ausstellung  ist die sakrale Kunst der Romanik und Gotik. Die hervorragende Führung vermittelte uns eine lebendige Vorstellung des  religiösen und gesellschaftlichen Umfeldes in dem die Kunstwerke entstanden und wie sich die Jesusdarstellung vom Besieger des Todes zum schmerzgezeichneten Jesus änderte.

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Zum Abendessen versammelten wir uns im gemütlichen Brunnenkeller am Marktplatz, wie auch für die folgenden Abende. Dort begrüßten uns auch die Kameraden Mansius und Haag vom BV Werra, die uns den nächsten Tag organisiert hatten.

Dieser Tag stand ab 6:45 Uhr ganz im Zeichen des aktiven Kalibergbaus. Wir hatten die Gelegenheit, bei  einer Befahrung den aktiven Bergbau der Kali und Salz AG im Werk Werra kennen zu lernen.  Wir fuhren im Schacht Herfa auf die 1. Abbausohle in etwa 700 m Teufe ein.  In Schachtnähe liegen die umfangreichen untertägigen Werkstätten, in denen alle Maschinen gewartet werden.  Der Maschinenpark umfasst mehre hundert Fahrzeuge für unterschiedlichste Aufgaben wie Lader, Sprengwagen, Ankersetzwagen etc.

Nächste Station war der unterirdische Vorratsbunker. Dieser versorgt den kontinuierlich laufenden Aufbereitungsprozess in Zeiten in denen der aktive Abbau ruht, z. B. am Wochenende. Dazu werden große Radlader mit bis zu 35 m³ Schaufelvolumen eingesetzt.

Nach einer längeren Fahrt im PKW/Jeep erreichten wir die aktiven Abbaupunkte. Der Abbau der flach gelagerten Salzschichten erfolgt im Pfeilerbau  dem Flöz folgend. Die Höhe der aufgefahrenen Stecken beträgt in Abhängigkeit von den eingesetzten Abbaugeräten rund 2 m.


Simulation Bohrwagen

Hier hatten wir die Gelegenheit, sämtliche Abbauschritte aus nächster Nähe zu erleben, beginnend mit dem Bohren der Sprenglöcher, dem Berauben der Firste und Sichern der Decke mittels Ankersetzmaschine und dem Laden des gesprengten Haufwerkes auf die untertägige Bandanlage.

Nach dem Ausfahren und Auskleiden konnten im Rahmen einer Präsentation zu Entstehung Geologie und Abbau-/Aufbereitungsverfahren die noch offenen Fragen - bei einer kräftigen Brotzeit - beantwortet werden.

Bevor wir nach Mittag die Aufbereitungsanlagen befuhren, konnten wir noch einen kurzen Eindruck von der Ausbildung der Mannschaften für die Lader bzw. Bohrwagen erhalten. Diese erfolgt in modernen Simulatoren mit hohem Immersionsgrad.  Durch Bewegung und Darstellung ist die Lernumgebung weitgehend identisch mit der späteren Arbeitsumgebung, das Lernen wird dadurch deutlich beschleunigt, Maschinen geschont und Investkosten reduziert .

In den Aufbereitungsanlagen des Werkes Heringen werden die Wertsalze – im wesentlichen Kaliumchlorid und Magnesiumsulfat - vom begleitenden Steinsalz getrennt. Das Steinsalz geht als Abraum auf die Außenhalde.  Für die Aufbereitung werden neben der elektrostatischen Trennung  der Salze verschiedene rein auf Löslichkeit und Schwerkraft basierende physikalische Trennverfahren genutzt. Ganz im Gegensatz zum untertägigen Abbau, bei dem bedingt durch die geringe Luftfeuchtigkeit Korrosion kein Problem ist, kann man in der Aufbereitung das Korrosionspotential des Salzes deutlich erkennen. Auf Dauer hält kein Material dem abrassiven und korrosiven Salz stand.


Auf dem Monte Kali


Der abschließenden „Höhepunkt“ des Tages bildete der Aufstieg auf den rund  200 m hohen Monte Kali mit herrlichem Ausblick bei strahlendem Sonnenschein und sachkundigen Erläuterungen. Erst kurz vor 19 Uhr waren wir am Hotel zurück.

Nochmals ganz herzlichen Dank an die Kameraden des BV Werra und der K+S Kali GmbH, die uns diese tolle Befahrung  ermöglicht haben.

Der zweite Tag der Exkursion stand ganz im Zeichen der/des Wartburg. Der Vormittag begann mit einer Besichtigung der Wartburg und nach Mittag mit einer sehr emotionalen  Führung durch das Museum der ehemaligen Automobilwerke Eisenach; dem Hersteller der Wartburg-Fahrzeuge. Die ursprünglich geplante Führung durch das Opelwerk in Eisenach wurde von Opel Tags zuvor abgesagt, so dass entsprechend um geplant werden musste.  An dieser Stelle noch ein großes Lob an die beiden Organisatoren der Exkursion: einfach gut gemacht!


Die Exkursionsteilnehmer 2015


Danach konnten wir noch die Sammlung des Vereins Automobilbau Museum Eisenach besichtigen. Der Verein besitzt und pflegt eine Reihe seltener Wartburg Fahrzeuge der 40er bis 90er Jahre, unter anderem Prototypen und seltene Sonderanfertigungen wie PKW-Transporter auf Wartburgbasis.

Als am nächsten Tag der Bus wieder in Richtung Rheinland fuhr, hatten wir noch viele Eindrücke zu verarbeiten – ein gelungener Betriebserfahrungsaustausch!